Fax me if you can

Fax me if you can

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00:00:02: If you can, der Podcast von Alino Salon.

00:00:19: die Partizipation, wie Bürgerbeteiligung natürlich mit digitalen Mitteln.

00:00:23: Aber auch ohne digitale Mittel möglich sind, wie man das verstärken verbessern kann und wie die Zusammenarbeit und Transformation miteinander gelingen

00:00:32: kann.

00:00:32: Bin gespannt einig'n!

00:00:33: Hallo.

00:00:34: Wir haben

00:00:40: uns Verstärkung an den Tisch geholt.

00:00:42: Bei uns ist Dr.

00:00:43: Thorsten Janning.

00:00:45: Er ist erschreckenderweise von Haus aus Mathematiker... Ist

00:00:48: nicht so schlimm.

00:00:49: Ich sage das nur weil ich absolut Ander performer bin, was wir immer gelesen haben.

00:00:55: Habst du eine Mischung aus Ehrfurcht und Angst vor Mathematikern?

00:01:00: Lass uns das bei der Erfurchte.

00:01:02: Wir lassen es bei der Herfurchti, genau!

00:01:03: Ich mach ne Tiefe von Wolken.

00:01:04: hier sieht keiner aber immerhin.

00:01:06: Thorsten Janning ist Berater in Sachen Digitales und hat, glaube ich als erster Deutscher ein Safe-Setfikat gehabt.

00:01:16: Hat Unternehmensgründung gemacht, seit Anfang des Neunzigerjahres hat er in der digitalen Branche beratend und auch strategiemäßig gearbeitet.

00:01:28: also erfahrener Mann hier mit am Tisch der ABBA auch ehrenamtlicher Bürgermeister ist, darüber wollen wir natürlich auch sprechen.

00:01:37: Aber ich muss so techiemäßig mal einsteigen!

00:01:42: Als du Thorsten in der IT-Branche anfingst war Windows drei Punkt Null zum ersten Mal mit Spielen wie Mindsweeper, Solitaire und Hearts.

00:01:56: Und ich erinnere mich in den Redaktionen, in denen ich damals arbeitete gab es noch keine Computer.

00:02:01: Aber da hatte man den letzten Tech-Schrei.

00:02:03: das waren Schreibmaschinen mit so einem schwer leserlichen dreizeiligen Display wo man dann korrigieren konnte statt TipX also riesig innovativ damals.

00:02:14: Ja wie kann ich sagen?

00:02:15: So mit dem Worten von Bob Dylan The Times Are You Changing.

00:02:18: seit neunzehnt neunzig meine sechsendreißig Jahre her Ist es vielleicht so mal als etwas komplexere Eingangsfrage, dass die Technik auf Stereoiden unterwegs ist seit der Zeit neunzehnundneinzig und vielleicht auch davor?

00:02:33: Und das unsere Gehirne da nicht mitmachen.

00:02:36: Also ich finde es ja wirklich schön, dass wir diesen Ausflug nochmal in die Vorrangheit machen.

00:02:42: Es war ja noch viel schlimmer.

00:02:43: Ich habe ja auf Lochkarten programmieren gelernt.

00:02:47: Die Pap-Lochkarten.

00:02:48: Habt gefahren!

00:02:49: Mit denen habe ich meine ersten Programmierübungen gemacht.

00:02:52: Es ist tatsächlich eine Welt, die sich die meisten Menschen heute nicht mehr vorstellen.

00:02:57: Das ist eine sehr schnelle Entwicklung das war... Ich genieße aber diese Geschwindigkeit durchaus.

00:03:03: also weil meistens sind Bedürfnisse die Treiber die Dinge voran bringen und Solange wir diese Bedürfnisse tatsächlich dann auch damit befriedigt bekommen, ist es ja immer eine Erleichterung.

00:03:18: Was ich halt über die Zeit immer gemerkt habe ist das es wie du sagst immer ein bisschen braucht dass die Menschen das was die Möglichkeiten eigentlich wären für sich dann auch vernünftig nutzen.

00:03:30: Ich hab halt auch oft erlebt dass große Träume und positive Wünsche damit verbunden waren die nachher auch nochmal Negativ genutzt wurden wie alle technologischen Entwicklungen, die so gekommen sind.

00:03:42: Aber insgesamt glaube ich ist es gut und ich genieße Veränderung selbst jetzt noch nachdem ich jahrzehnt schon in diesen Veränderungen gelebt habe.

00:03:53: Eigentlich vielleicht ein ganz kurzer Ausblick... Ich hatte eigentlich gedacht mit diesem Agilen und dieses Scale Agile Frame Regal damit surfe ich jetzt irgendwie den Ruhestand.

00:04:02: Ja, jetzt habe ich gelernt.

00:04:03: Nein, die Artificial Intelligence ist nochmal das Thema, das neu zu surfen ist.

00:04:08: Die Welle ist noch viel spannender!

00:04:10: Und jetzt bin ich da auch wieder drauf und insofern, ich hab fast die Vermutung es wird nicht aufhören.

00:04:17: Das ist drei Jahre her, Lohne?

00:04:20: Ja das ist

00:04:20: wirklich Wahnsinn.

00:04:21: Hammer!

00:04:23: Das ist auch lustig wenn man das von einer großen Gruppe von Menschen fragt wie lange sich schon ChatGPT ungefähr benutzen.

00:04:28: alle überschätzen das Maßlos.

00:04:29: Also wirklich so fünf Jahre...

00:04:33: Eileen.

00:04:34: also ich finde das spannend.

00:04:36: Lust an Veränderungen mit Ü-Sechzig.

00:04:40: Wie ist das in der Verwaltung?

00:04:41: Sind die U-Sächsiker, denen du begegnest haben dir auch Bock auf Veränderung.

00:04:44: Ich glaube ... Das ist tatsächlich nicht altersabhängig es unbedingt.

00:04:49: Also ich glaube, es ist einfacher als junger ... Ja wirklich!

00:04:51: Ich glaube es ist einfach als jungermensch natürlich reinzugehen und zu sagen okay ich habe halt irgendwie mit acht mit meinem Nintendo DS gezockt und jetzt komme ich hier in die Verwaltungen muss immer noch irgendwelche Wische ausdrucken um sie dann wieder einzuscannen.

00:05:04: klar also eine andere Affinität.

00:05:05: Und ja es gibt natürlich auch Menschen wie wahrscheinlich in jedem Unternehmen, die einfach darauf warten, dass sie einen Ruhestand gehen können.

00:05:11: Aber das ist nicht exklusiv im öffentlichen Dienst so und ich glaube schon Also was ich sehe, dass es viele Menschen gibt die eine große Begeisterung für Themen entwickeln können und die dann in ihren Amt in ihrem Team voranbringen möchten.

00:05:26: Es sind ja so ein bisschen immer diese kleinen Shining-Stars in so einzelnen Teams in den Behörden, die dann Sachen anstoßen wollen.

00:05:33: Und wenn das dann auf Anklang findet weil sie selber die Führungskraft sind oder aber das Glück haben, dass Sie eine Führungskraft haben die sagen machen wir Dann ist es total egal wie alt die sind und das kommt auch aus verschiedenen Ecken.

00:05:43: also das was ich jetzt so beobachtet habe in Frankfurt

00:05:47: Dosenbevor einsteigen in die Fragestellung, wie begeistern wir mehr Menschen aus der Zivilgesellschaft teilzunehmen am demokratischen Prozess.

00:05:57: Am städtischen Prozess und das ist natürlich Mission Aline auch das zu schaffen und zu verbessern.

00:06:03: Brauche ich nochmal sowas Definitorisches von mir?

00:06:07: Ich habe manchmal den Eindruck dass das Wort Agilität viel zu viel benutzt wird und B-Falschbuch stabiliert wird, nämlich Agilität gleich sparen.

00:06:17: Und Agilitet nicht gleich Kreativität?

00:06:20: Wie siehst du das?

00:06:21: Ja, und drittens ist es inzwischen fast wieder unmodernd.

00:06:24: Also das ist ...

00:06:25: Stimmt.

00:06:25: Anovering!

00:06:28: Aber definitorisch war die Frage.

00:06:30: ich glaube es sind zwei wesentliche Attribute, die ich damit verbinde dass eine ist die Geschwindigkeit also schnelle Entscheidungen treffen zu können und das zweit ist das Partizipative.

00:06:41: Das heißt also Entscheidungen von oben nach unten in die Organisation getragen werden, sondern dass die Fähigkeiten der vielen verschiedenen Geister in den Organisationen in ein Alignment gebracht werden auf ein gemeinsames Ziel und die Kräfte dann zur Wirkung gebracht werden.

00:06:59: Da haben wir ja in Stanford haben die klugen Köpfe ja irgendwann mal das Design Thinking zum Beispiel erfunden und da geht es ja wesentlich um Iterationen.

00:07:10: also deutschen Ingenieure denken ja, boom!

00:07:13: Wir gießen irgendwas in Stahl oder Beton und da bleib ich wieder, wo willst du?

00:07:18: Und nicht wir kommen mal mit einem From scratch.

00:07:22: Mit dem Entwurf und dann denkt mir darüber nach und dann machen wir den nächsten und der Nächsten übernächsten und irgendwann ist fertig.

00:07:27: Ja also würde ich auch mit unterschreiben Also eben nicht einen großen Wurf in zehn Jahren zu versuchen gerade wenn wir an deutsche Industrie denken.

00:07:37: die haben ja oft Produktentwicklungszyklen von mehreren Jahren Turbinen oder ich bin gerade im Gesundheitsbereich viel unterwegs, also MRT-Geräte, Röntgenräte am langjährige Entwicklungszyklen.

00:07:50: Und das ist eine der großen Dinge die man schaffen kann tatsächlich diese Dinge in kleine Iterationen von vielleicht nicht wenigen Wochen, aber wenigen Monaten zu bringen.

00:08:00: Die Iteration muss man dabei ein bisschen lösen.

00:08:03: Nicht nur was die technische Entwicklung, was über Ingenieure gesprochen, sondern eben auch zu verstehen, was wieder die Bedürfnisse sind und das auch immer wieder zu testen und zu sagen ist das, was wir im Kopf haben als Lösung eigentlich das, auf die sich schnell verändernde Bedürflisse immer noch passt.

00:08:20: Und das quasi immer wieder in Abgleich zu bringen in Iteraton.

00:08:24: Das ist die Kunst!

00:08:27: Haben wir im Alltag in der Verwaltung, in der kommunalen Politik.

00:08:33: In ausreichendem Maß so dieses Test-Driving, diese Iterationen, dieses Ausprobieren... Lass mal testen und machen!

00:08:41: Wir haben eine Episode zum Beispiel über Bürgerämter gemacht, Öffnungszeiten usw.

00:08:45: Und da dann auch deine Erkenntnis irgendwann war, naja nicht alles wird von Bürgerinnen und Bürgern genommen ja?

00:08:52: Das müssen wir noch wieder zurückfahren.

00:08:54: Über Alles ist das... weit genug verbreitet, diese zum Teil würde ich so weit gehen zu sagen diesem Spaß am experimentieren und ausprobieren.

00:09:06: Ich glaube es kommt natürlich auch total dann immer auf das Amt an.

00:09:10: Ich glaub du musst halt eine Kultur in einem Amt haben indem es erlaubt ist ne?

00:09:13: Ich denke immer eigentlich sind die Behörden der beste Ort um Fehler zu machen weil man immer gut vom System aufgefallen wird.

00:09:20: also wenn man was sich überlegt ein Prozess in einem Amt neu aufsetzt und sagt, lass uns mal schauen wie das funktioniert.

00:09:26: Ob uns das alle glücklicher macht?

00:09:28: Um dann zu sagen okay, es hat irgendwie jetzt nicht so geholfen oder da war irgendwie eine Bruchstelle die wir uns nochmal anders überlegen müssen.

00:09:35: Es ist ja nicht wie in der Wirtschaft wo du dann im Zweifel rausgeworfen wirst.

00:09:39: Klar es gibt dann ganz andere Dynamiken so die entstehen können.

00:09:42: aber ich finde eigentlich sind Die Behörden eine Steilverlage dafür zu sagen dass man immer wieder ausprobiert.

00:09:51: Es ist vielleicht ein bisschen zu simpel gesagt, weil du darfst natürlich auch nicht solche Fehler machen die dann in der Öffentlichkeit quasi den Eindruck wecken.

00:09:58: Die wissen nicht was sie machen.

00:09:59: aber ich glaube es gibt genug Spielplätze innerhalb einer Verwaltung wo man sagen kann das sind interne Prozesse da probieren wir mal aus.

00:10:06: wenn das funktioniert dann können wir das weitergeben an einen vergleichbaren Prozess beispielsweise und dazu Beispiel einführen.

00:10:12: Und ich glaube dass man einfach sehr lange nicht so eine Kultur gepflegt hat in dem Behörden zu sagen Man probiert man nimmt Ideen von Mitarbeitenden auf, man hat zum Teil ja noch sehr steile Hierarchien.

00:10:24: Ich glaube das bricht so nach und nach auf.

00:10:26: ich glaube alle haben die Erkenntnis dass es so nicht funktioniert, dass man so kein attraktiver Arbeitgeber ist.

00:10:32: aber ich glaube das ist schon zunimmt aber es ist doch nicht der Status quo auf keinen Fall.

00:10:37: also da sind wir definitiv noch nicht.

00:10:39: Wir hatten in der Einleitung gesagt, auch kurz annunziert.

00:10:42: Du bist ehrenamtlich in der Politik tätig als Ehrenamtliche Bürgermeister.

00:10:46: Kannst du das so ein bisschen flankieren aus deinen Erfahrungen und ganz kurz mal erläutern wo was wie?

00:10:52: Ja also als Überschrift fühlte ich das erstmal genauso.

00:10:56: Man muss wirklich sehr unterscheiden zwischen der operativen Arbeit der einzelnen Beamtinnen und Beamten die genau so arbeiten wie Alina sagt Und dass was eigentlich kulturelle und organisatorische Rahmen ist, indem sich diese Menschen dann bewegen können.

00:11:14: Und da sind dann oft Grenzen.

00:11:16: Das heißt das sind oft Zuständigkeitsdinge die dann Experimentierfreude sehr schnell wieder eingrenzen.

00:11:23: Es sind Zuständigkeiten gar nicht in einem Amt sondern zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen ob es dann eben Ortsgemeinde, Verbandsgemeinde Kreis und Land ist wo dann wirklich viel aufeinander gewartet werden muss.

00:11:36: Und wo dann nicht nur dieses Experimentieren in dem eigenen Arbeitskontext sondern das Kooperieren über diese Ebenen so notwendig wäre.

00:11:45: Das ist das Schwierige weil dann so ganz verschiedene Hochheitsbereiche wieder auf diese andere Art von Denken und Arbeiten geführt werden müssten und das gelingt oft Und das frustriert dann aber diejenigen, die sich eigentlich in ihrem Bereich bewegen wollen.

00:12:03: Ich glaube also meine Erfahrung ist, die Kunst ist immer auf die einzelnen Menschen in den unterschiedlichen Ebenen zuzugehen und direkte Beziehungen herzustellen.

00:12:12: Dann geht operativ auch über diese Ebene wieder was solange nicht die Entscheidungsstrukturen formal gefordert werden.

00:12:20: Bist du noch mal ganz kurz erzählen wo du aktiv bist ehrenamtlich politisch?

00:12:25: Also einerseits hast du gesagt, ich bin Bürgermeister im kleinen Dorf.

00:12:28: Im schönen Netzbach in Rheinland-Pfalz an der hessischen Grenze.

00:12:31: Rein Lahnkreis, glaube

00:12:33: ich?

00:12:33: Ja, ein Lahn Kreis also nicht weit von Dietz und da war eigentlich... Ich war immer schon seit fünfzehn Jahren in dem Verbandesgemeinderat.

00:12:44: und jetzt war vor zweieinhalb Jahren die Situation das unser verdienter Bürgemeister, der zwanzig Jahre Bürgermaster gewesen war Gemeinderat halt irgendwie auch an die jungen Leute irgendwie herangeführt werden musste.

00:13:01: Und dann haben eine Nachbarin von mir und ich mit vielen jüngeren Leuten in Dorf gesprochen, wo es ist jetzt eure Zeit ihr müsst kommen und wir können eventuell auch unterstützen.

00:13:10: Dann hat sich aber eben keiner von den direkten Schritt getraut irgendwie ganz nach vorne zu gehen und da haben wir uns geeinigt dass eben junge Leute in unseren Gemeinderaten mitkommen und ich dann jetzt quasi den Übergang Manage, das heißt eine Amtsperiode dann quasi die Dinge machen.

00:13:26: Das ist also die Gemeinde, die Ortsgemeinde.

00:13:29: Außerdem bin ich in der Verbandsgemeinde ehrenamtlich in einer Gesellschaft, die für dreißigortsgemeinden regenerative Energien auf die Beine stellt.

00:13:39: Das ganze startete mal mit so einem normalen Disput in den Dörfern zwischen Windkraftgegnern und Windkraftbefürworter.

00:13:48: Es gestartet, kann man lang drüber sprechen.

00:13:50: Will ich jetzt nicht mit dem runden Tisch und ist eben darin gemündet Umsetzungs-Dinge?

00:13:55: Und bin ganz froh gerade gestern haben wir den ersten Vertrag mit einem Projektierer unterschrieben.

00:14:02: Heute war ich noch hier beim Projektierer dass wir die nächsten Dinge machen.

00:14:06: das heißt Ich glaube wir werden im nächsten halben Jahr so einen point of no return für die Umsetzung auch haben und das ist wirklich ein Meinstein.

00:14:14: Sag mal, ganz kurz bist du da Intellektuelles Ufo oder bist Du einer von uns?

00:14:22: Nein nein also ich kann jetzt nur mein Bild sagen.

00:14:24: ja was alle anderen Dingen kann ich nur?

00:14:27: im Dorf sind wir eine Gemeinschaft und ich bin einer aus der Gemeinsschaft.

00:14:31: Wir leben seit fünfundzwanzig Jahren dort Also sind immer noch nicht alt eingesessen Und die Menschen, die schon länger im Dorf sind haben glaube ich auch immer wieder so was machen die eigentlich komische Sachen.

00:14:45: Also meine Frau hat auch immer so Kulturfestivals bei uns veranstaltet und das war am Anfang ganz komisch.

00:14:51: nachher waren dann alle vereintet des Dorfes mit engagiert da zu helfen und auch wenn von meiner Seite gerade in der Verbandsgemeinde irgendwie im ersten Blick vielleicht ein paar grause Ideen rein haben.

00:15:03: Es hat sich einfach so gezeigt, dass viele von denen halt dann auch umsetzbar sind.

00:15:08: Und das gibt ein gewisses gegenseitiges Vertrauen und es ist auch völlig unabhängig von Parteizugehörigkeiten oder sowas sondern da wirken tatsächlich die einzelnen Menschen und ob man vertraut in die einzelne Menschen dann.

00:15:19: Dass ich vielleicht mit meiner Arbeitsweise bisschen weniger stabil erscheine als das was vielleicht vorher gemacht wurde.

00:15:27: Das ist vielleicht die Kehrseite von Beweglichkeit.

00:15:31: Also dass dann eben auch mal Dinge liegen bleiben, die nicht so wichtig erachtet werden.

00:15:35: Das ist die Kehrseite und das es dafür unterschiedliche Meinungen gibt.

00:15:39: Da könnte man fast abgesehen davon, dass man ja auch in Frankfurt meines Wissens nicht das Recht erwerben kann, Frankfurter in zu werden.

00:15:49: Also entweder bis oder bis nicht.

00:15:51: also wir beide sind Alin für immer Aliens wahrscheinlich.

00:15:57: Aber

00:15:59: im Dorf ist es genauso.

00:16:00: Ansonsten kann man da fast nachdem man so hört über Breiteigrenzen hinweg und am Dorf sitzen wir an einem Tisch oder so kann man fast sieben Sorts Gedanken.

00:16:10: Ich fand das dabei so spannend, als wir uns auch getroffen hatten.

00:16:13: Du warst ja schon mal bei uns.

00:16:14: So hat es mich angesprochen auf einer Veranstaltung von der Frankfurt University of Applied Sciences wo wir beide eine Kinot gehalten haben und dann haben wir im Anschluss noch einmal ne Stunde zusammen gehabt.

00:16:25: Und ich finde also in erster Linie find' ich das eh schon spannend wie in jedem Bundesland nochmal so kommunal anders gearbeitet wird und ich fand's total interessant wie diese Verbandsgemeinde mit dreißig kleinen Dörfern gemeinsam Dinge beschließt.

00:16:41: Das finde ich, das sind so Mikrokosmen an Demokratie die glaube ich so im Alltag ganz vielen Menschen nicht bewusst sind dass da ehrenamtliche Menschen sitzen die quasi so viel Zeit und Energie aufbringen.

00:16:54: Und Sitzfleisch haben miteinander zu debattieren, dann fand ich dein Approach auch so spannend zu sagen wir machen hier eine starke Bürgerbeteiligung um die Akzeptanz eben auch zu schaffen.

00:17:03: das sind so das sind Utopien von denen träume ich ja und deswegen fand mich das so interessant weil ich glaube es gibt ja wahrscheinlich gar nicht so häufig Menschen wie dich die sagen wir brauchen eine junge Generation die jetzt als nächstes die Verantwortung übernehmen muss und Ich finde schon stark von sich dann auch zu sagen okay da mache ich das jetzt in der Wahlperiode lang, weil man kann natürlich auch als Demokratin sich entscheiden zu sagen ich mach das jetzt nicht.

00:17:27: Ich gehe jetzt nicht in die politische Verantwortung rein.

00:17:30: Das macht einen nicht zum schlechteren Menschen aber ich finde es dann umso beeindruckender wenn man's dann doch macht und deswegen wollte ich dich auch so gerne hier bei uns haben, weil ich finde dass ist schon noch mal echt eine.

00:17:39: Das ist eine andere Welt als hier in Frankfurt, wo wir irgendwie dann im Magistrat sitzen und da wird ne Vorlage von links nach rechts geschoben.

00:17:45: Dann streiten wir uns um drei Stellen und dann kommt man doch zusammen und sagt okay, dann fixen wir das jetzt so und so und dann geht das!

00:17:53: Man vergisst irgendwie, wenn man in so einer Großstadt ist.

00:17:55: In einer kleinen Großstadt wie Frankfurt.

00:17:57: Wie viel Drumherum es auch noch gibt und wie viel Demokratie immer im Kleinen und damit auch einen großen Jahr stattfindet?

00:18:03: Und deswegen fand ich das so unfassbar spannend!

00:18:05: Ich hab das auch noch nie gehört dass es diese Verbandsgemeinden gibt.

00:18:08: Ja ja also erst mal Danke für die Blumen aber... Es ist tatsächlich im ländlichen Raum Ja, eine große Tradition der ehrenamtlichen Engagement.

00:18:19: Genau!

00:18:19: Und da ist ja das politische Ehrenamtliche-Engagement nur eins.

00:18:23: also wenn ich über kulturelle Engagements verspreche etwas anderes.

00:18:27: es ist aber auch völlig normal dass die ganze Feuerwehr ist ehrenamtlich organisiert was ein Riesenkraftakt für die Menschen ist.

00:18:34: also jetzt gerade wenn wir über die Belastungen Waldbrände und solche Dinge sprechen das heißt das ist eine Tradition immer schon gefühlt und gesagt, dass diese Tradition ein großes Esset für unsere Gesellschaft und unsere Volkswirtschaft ist.

00:18:50: Und das sich die städtischen Gesellschaften an dieser Solidarität, die da auch wirklich eine Scheibe abschneiden können.

00:18:58: Wir haben am Anfang über Agilität gesprochen.

00:19:01: Eigentlich sind diese kulturellen Traditionen im ländlichen Raum nahe an dem was agile Strukturen sind nämlich Dass es selbstverständlich ist, dass man sich unterstützt.

00:19:11: Wenn man sieht der Nachbars Truggelt gerade ein bisschen.

00:19:14: Das ist eben nicht um Zuständigkeit und Besitz und solch Dinge in erster Linie geht.

00:19:19: Der Preis dafür ist weniger Individualität und weniger Verborgenheit.

00:19:25: Dieses, das man nichts unbeobachtet machen kann, ist die Kehrseite dieser Medaille, die gegenseitige Unterstützung aber auch erst möglich macht.

00:19:33: Und das ist genau das was ... agile Arbeitsstrukturen eigentlich auch wieder einfordern.

00:19:38: Insofern ist es eigentlich ein kulturelles Back to the Roots, was unter diesem modernen Label gemacht ist.

00:19:44: und als ich mit den regenerativen Energien bei uns im ländlichen Raum unterwegs war habe ich auch nicht eine Geschichte erzählt von wir müssen die Welt um das Klima retten und solche Dinge sondern wir müssen an die Tradition der Reifeisen anknüpfen Also tatsächlich gemeinsame Infrastruktur zu schaffen und gemeinsam davon zu profitieren.

00:20:06: Und das hat eben dazu geführt, dass dreißig von eindreißig Dörfern dieser Gemeinschaft beigetreten sind ja und es war ein exklusives Beitreten und Verzicht auf eigene Rechte und alles was damit zusammenhängt aber eben nur weil dieser solidarische Gedanke wirklich tief kulturell verankert ist im ländlichen Raum.

00:20:23: Ja

00:20:24: und Reifeisen passen natürlich auch zum Westerwald irgendwie und zur Gegend.

00:20:28: Wobei wir natürlich kein Westerwald sind.

00:20:32: Aber close by.

00:20:34: Einmal über die Lage, dann wäre das schon

00:20:36: da.

00:20:37: Ich finde auch so das Faszinierende, weil ich denke ... Ich hab meine politische Karriere gestartet mit einem ganz großen Interesse am Community-Orgenal sehen, wo es ja genau darum geht.

00:20:47: Was ist unser gemeinsames Interesse hier?

00:20:49: Und wenn's in der Nachbarschaft ist zu sagen wir wollen einfach schön hier leben können!

00:20:53: Wir wollen dass es grün ist, wir wollen das die Kinderplatz haben und wir wollen dass die Alten versorgt sind.

00:20:57: Wir wollen irgendwie in der Nähe ein Supermarkt oder irgendwas haben und sich dann quasi gemeinsam dafür einsetzen.

00:21:02: nicht denke so oft ich glaube so viel von diesem ist jetzt ein bisschen dramatisch ausgerückt, aber so diesem demokratischen Schlamassel in dem wir irgendwie auch sind.

00:21:11: Wo du ... irgendwie drei Sätze vom Nachbar überhörst und der sagt irgendwas, was sich denken lässt.

00:21:17: Boah, er will doch bestimmt die AfD!

00:21:18: Dass du dann den schon abstempelst und sagst, so ist es jetzt?

00:21:22: Obwohl du gar nicht weißt, in welchem Zusammenhang die Person das gesagt hat.

00:21:25: Ich glaub, die Tatsache dass wir nicht mehr viel in der Großstadt zumindest finde ich stattfinden in der Gemeinschaft sei's in unserem Blog, in unserer Straße, in unsere Nachbarschaft.

00:21:35: Ich glaube, es würde einfach unglaublich viel von diesem... Distanz und der Polarisierung.

00:21:39: Und so auch einer großen Einsamkeit, die ja viele Menschen haben würde glaube ich das auch ganz stark auflösen?

00:21:46: Und jetzt verbringen wir ... Da waren wir auch vollen als du das erzählt hast.

00:21:49: Die Bedürfnisse für die dann Technologien entwickelt werden.

00:21:52: ja Social Media da gab es irgendwann bedürfnis.

00:21:54: Dann habe gestartet MySpace irgendwie Studi VZ und Schüler VZ war meine zeit noch.

00:22:00: Wir hatten MSN und ICQ und so.

00:22:02: und dann sind wir immer nachmittags noch der Schule dahin gerannt und haben alle miteinander weiter geredet.

00:22:06: Und jetzt ist es ja so, du hängst irgendwie in der anonymen Masse drin.

00:22:10: Du konsumierst Kommentare und Inhalte von Menschen die du gar nicht kennst.

00:22:16: Denkt manchmal auch sehr romantisiert.

00:22:18: aber das ist so.

00:22:19: das analoge Antidote glaube ich zu dieser krassen Vereinsamung, die uns irgendwie so abheben lässt.

00:22:25: So sehr deswegen ... Traumland klingt das immer für mich, wenn du so erzählst.

00:22:30: Es ist natürlich ein krasser Kontrast dazu, dass natürlich Social Media Mark-Hatespeech und der Algorithmus Mark-hatespeach je greller desto besser... Und das ist natürlich einen Riesenkontrast zu der Geschichte.

00:22:43: ich glaube, ich habe kürzlich gelesen, dass vierzig Millionen Menschen in unserem Land im Ehrenamt tätig sind.

00:22:48: Ich bin über eine oder andere.

00:22:52: Das ist jede Mehrheit!

00:22:54: In dieser Republik.

00:22:56: Wenn man das politisch umdeuten wollen würde, und das ist doch eigentlich in der Basisbetrachtung total ermutigend?

00:23:04: Ja, ich halte es auch für eine extrem wertvolle Basis.

00:23:09: Man muss natürlich sehen dass zumindest mächtige Teile der Ökonomie daran überhaupt kein Interesse haben, dass im Ehrenamt so viel Leistung gemacht wird.

00:23:19: also da geht es ja um die Ökonomisierung von von gegenseitiger Hilfe, weil die dann entsprechend bezahlt wird.

00:23:26: Und selbst unsere gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen können dann Wachstum messen wenn das was ehrenamtlich vor zehn Jahren gemacht wurde heute gegen steuertes Geld gemacht wird.

00:23:38: und das heißt es gibt sowohl politische Interessen als auch ökonomische Interesse dieses Ehrenamt nicht in dieser Rolle zu halten.

00:23:46: Und insofern halte ich viele Reden, die gehalten werden über Stärkung des Ehrenamts für ziemlich scheinheilig.

00:23:51: Weil die Strukturen, die aufgebaut werden dem entgegenwirken und das wird in den Städten halt direkter und intensiver als im ländlichen Raum weil es bei uns eben nicht diese großen mächtigen ökonomischen Strukture gibt.

00:24:04: Es gibt nur einzelne große Unternehmen ansonsten viel Kleinunternehmer, die eigentlich dann da in diesen Strukturn nicht so sind.

00:24:12: aber da muss man ehrlich sagen Das wird ein bisschen schön geredet, so von vielen und nicht ernst gemeint.

00:24:19: Ich glaube aber dass das der Kern ist für das was auch manche Schwierigkeiten der jetzigen Ökonomie auflösen könnte, dass eben vieles in eine andere Art von miteinander Wirtschaften wieder umgewandelt wird die vielleicht anders erfasst werden.

00:24:36: Wertschätzung muss unabhängig vom Geld Das heißt, also die Leute sind aus meiner Sicht dann bereit ehrenamtlich solche Dinge der Gegenseitigung Unterstützung zu tun.

00:24:47: Wenn sie nicht um ihre Existenz bangen müssen und ihre Zeit nur mit Geld verdienen verbringen müssen.

00:24:54: Und dann ist glaube ich ein großer Teil des menschlichen Seins das soziale sein Und das ist ein Grundbedürfnis, sich gegenseitig zu unterstützen.

00:25:03: Dem darf nur kein Hindernis in den Weg gelegt

00:25:05: werden.".

00:25:27: Klar.

00:25:27: Und für mich ist immer das Bild, wollen wir eine Gesellschaft, wo wir rund ums Einfamilienhaus in Elektrobewerten fünf Meter hohen Zaun haben wie in manchen Weltgängen.

00:25:36: Das ist der Fall des heutzutage oder wollen wir anders leben zusammen?

00:25:38: Ja und aber für mich was jetzt Engagement angeht, was einfach dieses Check-in bitte auch in der Stadtgesellschaft.

00:25:46: ich bin ein junger Mensch und es macht Sinn für mich, mich einzubringen.

00:25:52: Inwiefern können wir denn Netzbach nach Frankfurt bringen?

00:25:56: Ich bin nicht sicher, ob ich städtische Struktur... ...ich habe einige Jahre, Jahrzehnte auch in Städten verbracht.

00:26:03: Aber ich kenne es nicht so sehr von Ihnen.

00:26:06: Was ich bei uns beobachte ist das halt beispielsweise in der ehrenamtlichen Feuerwehr.

00:26:12: Wir haben jetzt im Dorf durch das Engagement einer jungen Frau, Caroline, die Bambini-Feuerwehr gegründet.

00:26:20: Das heißt wo die Vorschulkinder quasi in Gemeinschaft dahin geführt werden, also einerseits dass da eine Verantwortung ist aber viel spielerisches am Bach Übungen zu machen und solche Dinge.

00:26:33: Und das ist eigentlich Jugendarbeit die in den Vereinen passiert, die in solchen gemeinnützigen Einrichtungen passieren.

00:26:41: Das ist das was in Städten genauso passieren kann und was einen unheimlichen Wert hat.

00:26:46: Man sieht bei uns ganz deutlich, dass eben da in den Dörfern wo solche Jugendararbeit beispielsweise in Feuer wären über lange Jahre gemacht wird, haben wir auch kein Nachwuchsproblem bei den Erwachsenen.

00:26:58: Auch wenn im ländlichen Raum viele junge Leute mit der Ausbildung dann erst in Städte gehen aber viele kommen wieder zurück.

00:27:05: Aber wir haben dadurch funktionierende Strukturen und ich glaube diese Kinder- und Jugendarbeit für diese ehrenamtliche Einrichtung ist ein ganz großer Schlüssel und das funktioniert im lndlichen Raum nicht überall gleich gut Aber in den Städten funktioniert es, glaube ich noch schlechter.

00:27:26: heißt übersetzt Eileen für uns in Frankfurt, wir müssen noch mehr in Stadtteilen denken oder?

00:27:32: Also unterbrechen kleinere Zusammenhänge, kleinere Sozialverbände definieren.

00:27:40: Für diesen Übersprung des Funktions in Richtung Engagement.

00:27:44: also ich glaube schon weil ich glaube dass die Hürde jetzt einer Jugendfeuerwehr zu den Jugendfeuern war Frankfurt so ne du brauchst ja in den Stadtteil und da sind auch junge Menschen die gehen ja auch dann dahin die sind ja auch Und ich glaube, dass auch diese Strukturen wie wir sie in Frankfurt zum Beispiel haben im Quartiersmanagement.

00:28:01: Das sehe ich bei uns im Freundesheim.

00:28:03: Die haben eine Nachmittags-Kinderbetreuung.

00:28:11: die den Zugang schaffen, so Nachbarschaftsflohmärkte.

00:28:15: Ich glaub schon, dass das überhaupt miteinander wieder in Austausch zu kommen ... Das erste Mal, dass ich mich ehrenamtlich engagiert hab, während der Schulzeit und das habe ich nur gemacht bei einer Schulfreundin, die jetzt meine beste Freundin ist damals zu mir gesagt hat hier es gibt eine Sozial-AG da gehst du ins Altersheim und dann spielst du mit älteren Menschen einfach ein bisschen Mensch ärger dich nicht um Karten.

00:28:38: Und ich dachte erst so, ja.

00:28:40: Ich wollte eher einen Donnerstag nachmittag machen und gehe halt mal mit.

00:28:44: Aber hätte sie mich nicht dazu gebracht, damit zu gehen?

00:28:48: Dann hätte ich damals niemals mit einem Achtzigjährigen zusammengesessen, die uns dann auch irgendwie ein bisschen was aus ihrem Leben im Zweiten Weltkrieg erzählt hätte ... Und hätte mich niemals für eine ehrenamtsfähige Person in dem Sinne irgendwie gehalten.

00:29:00: Ich glaube schon dass viel dieses Connections überhaupt herzustellen eigentlich die Grundlage dafür ist das dann des Ehrenamtliche Engagement stattfinden kann.

00:29:10: Räumliche Nähe, also Verbindungen herstellen ist das was du sagst es wirklich der Schlüssel.

00:29:14: Räümliche Näh ist ein Parameter dafür.

00:29:16: wir haben aber auch vor einigen Jahren gesehen was für eine riesige potenzielle Energie in ehrenerklichem Engagement bei auch bei jungen Leuten in der Fridays for Future Bewegung total.

00:29:27: ja.

00:29:28: also wie viel Bereitschaft eigentlich da ist und dass sind viele junge Menschen in städtischen Räumen gewesen die das alles ehrenamtlich gemacht haben und die hat eine andere Art von Verbindung.

00:29:38: Und unabhängig davon, für welches Ziel diese ehrenamtliche Engagement ist also was daraus auch persönlich für Energie gezogen wird das hat man in der Zeit ganz deutlich gesehen und es ist eigentlich dasselbe Ding wie das über das wir mit unseren Vereinstrukturen und so im ländlichen Raum bringen.

00:29:56: Es braucht irgendwie die Verbundenheit für etwas gemeinsam tatsächlich einstehen zu können um zu wollen und den Freiraum das neben den Verpflichtungen, die man hat auch schaffen zu können.

00:30:09: Und um jetzt noch mal einen Bogen zu spannen was ich ganz interessant finde ist dass auch da ja ein Kulturwandel stattfinden muss wenn er nicht schon längst stattgefunden hat.

00:30:19: in vielen Organisationen kommt natürlich immer drauf an wo man ist.

00:30:22: weil was ich auch erlebt habe in meiner Ausbildungszeit war dass ich mich ehrenamtlich engagiert hatte in der Flüchtlingshilfe und dann war es quasi so da gab's dann veranstaltet.

00:30:32: mir wurde dann zusammen gekocht Und wir Azubis waren dann die Trottel, die ja die Wasserkästen von A nach B geschleppt haben und wir durften gar nicht richtig Verantwortung übernehmen.

00:30:40: Also... Wir wurden da nicht mit beauftragt, Menschen zu kontaktieren oder Veranstaltungsort.

00:30:48: Das finde ich auch wiederum spannend, weil man muss die richtigen Durchlässigkeiten schaffen.

00:30:53: Ich glaube, dass so eine riesige Selbstwirksamkeit ein unglaubliches Glücksgefühl den Menschen zurückgeben kann, wenn sie Verantwortung übernehmen dürfen.

00:31:03: Solche Strukturen wirklich war es dann auch beizutragen?

00:31:05: Und da ist für mich wieder der Bogen, wir haben vorhin über einen Gemeinderat gesprochen.

00:31:09: Wir haben gerade im Juni im Gemeinderate drüber gesprochen und wir würden jetzt gerne im Dorf ein Jugendbeirat gründen.

00:31:17: Also dass quasi die jugendlichen sehr jungen Menschen im Dorfe Vorschläge für die Gemeinderatssitzung, für Beschlüsse machen können um sie damit auch an die Institutionen zu führen.

00:31:29: Das ist was ich dann fühle wenn du in Verantwortung gehen und an die Strukturen führen.

00:31:35: Und eben nicht einfach nur mitzumachen.

00:31:38: Ja,

00:31:38: Thorsten Wie wichtig ist aus deiner Sicht eine Persönlichkeit wie du?

00:31:44: Die ein Leben gehabt hat

00:31:46: und hat

00:31:47: professionell, intellektuell hochfliegend und In dieser Tätigkeit in der Gemeinde im Ehrenamt eben hybrisfrei es Also mit anderen Worten nicht den irren Ehrgeiz hat.

00:32:03: Ich muss hier irgendetwas für mich selber beweisen, weil du da natürlich in meinem Leben reichhaltlich andere Spielfelder gehabt

00:32:09: hast.

00:32:10: Wie wichtig ist das?

00:32:12: Diese Hybris-Nosigkeit ist sehr hilfreich und zwar allein, weil alles andere egal was jemand beruflich macht, ob es mein beruflicher Hintergrund ist oder dass er ein Bäckermeister ist... Ernst im Sinne der Sache und nicht in seinem eigenen Interesse handelt, das merken die Menschen im Umfeld.

00:32:32: Und das ist die eigentliche Voraussetzung.

00:32:35: Davon gibt es aber viele und das ist völlig unabhängig von der Profession.

00:32:39: Also was ich aus meiner Profession mitnehme sind ein paar Handwerkszeuge.

00:32:43: also wie kann ich eigentlich Menschen große Gruppen von Menschen eben Dreißig Bürgermeister irgendwie einigermaßen schnell auf ein gemeinsames Ergebnis führen?

00:32:53: Das ist Handwerkzeug!

00:32:54: Aber das ist nicht, was auf die Menschen wird.

00:32:56: Das ist nur, was auch die Verfahren wirkt.

00:32:59: Auf die Menschen wirkt einfach nur meines Einer wirklich ernst im Sinne der Gemeinschaft und das ist völlig unabhängig von Beruf sondern das ist ein Persönlichkeitsding.

00:33:07: Und es gibt auch genügend Bürgermeisterinnen, die das für sich selbst tun oder weil sie daraus für sich selber irgendwie ganz viel wert bringen.

00:33:16: Das is auch in Ordnung aber man merkt dass das sich auf die Dorfgemeinschaft direkt auswirkt

00:33:24: Zum Ende hin.

00:33:25: Denn wir am Tisch eben einen Menschen haben, der sein Leben mit IT, mit Beratung und mit Strategie zugebracht hat – beruflich!

00:33:35: Und die Fachdezernentin fürs Digitale wird uns um die Menschen einzubinden.

00:33:42: Egal ob in der Stadt oder auf dem Land.

00:33:45: Wird uns das Digitare?

00:33:47: Ich frame es jetzt einfach mal so, um nicht AI war so es irgendwas sagen zu müssen... Helfen oder Schaden?

00:33:53: Also wir hatten eine kurze Exkursion vorhin Social Media.

00:33:57: Mein Befund schadet uns eher auf diesem Weg zur Zeit zumindest mal, kann sich theoretisch ändern.

00:34:03: wie ist der Outlook bei dir?

00:34:04: was meinst du

00:34:07: also?

00:34:07: das mich ja schon ermutigt ist dass jetzt die Gespräche geführt werden darüber was Social Media eigentlich mit uns macht und vor allem mit jungen Menschen.

00:34:13: ich glaube es ist der erste Schritt in die richtige Richtung weil ich glaube Wenn die Bedürfnisse der Menschen sich auch ändern zu sagen, wir wollen nicht mehr so ein Dopamin-Kick-Mechanismus haben.

00:34:26: Ein Algorithmus, der uns rein spinnt in Brainrod und dann sitzen wir vier Stunden vor TikTok, Instagram whatever, scrollen usw.. Vielleicht gibt es ja ein bisschen Hoffnung, dass es dann auch entsprechende Gegenbewegungen gibt.

00:34:41: Dass andere Technologien sich breit machen die eben auf Kooperation und Community natürlich auch viel stärker aufbauen ist natürlich die Frage ob große Unternehmen wie zum Beispiel Meta dann auch Bock drauf haben weil wenn du's nicht kompensialisieren kannst was bringt.

00:34:58: Aber vielleicht findet man auch da irgendeine schlaue Kommerzialisierung mit einem anderen Outcome am Ende.

00:35:03: Ich finde, die Frage kann man nie mit Schadet uns oder wird uns helfen beantworten?

00:35:08: Weil ich finde es kommt halt auch darauf an und was ich schon auch hoffe und was sich auch selber ein bisschen machen will ist auch so ein bisschen das eigene Verhältnis zu den sozialen Medien und wie man's nutzt natürlich auch ändern.

00:35:19: also zu welchem Zweck?

00:35:20: Bin ich online und bin nicht präsent.

00:35:22: Und präsentiere ich Dinge, wie interagiere ich mit anderen Menschen?

00:35:26: Ich glaube das ist so ein Ding wo glaub ich auch diese Themen die besonders junge menschen wie cybermobbing usw.

00:35:32: Ja auch krass belasten Das es wichtig ist dass es thematisiert wird weil die frage auch ist wie bewegen wir uns als einzelne in diesen räumen?

00:35:39: Weil wir ja auch einen riesen impact darauf haben wie sich andere menschen daneben auch fühlen.

00:35:43: das ist der bereichssocial media aber technologie für die stadt das potenziell bessere Engagement, kürzere Wege und niedrigere Schwellen um in einem Forum mitzumachen.

00:35:57: Das ist natürlich viel einfacher als eine Veranstaltung zu gehen am Abend.

00:36:04: Wenn wir jetzt aber über die Verwaltung sprechen, dann glaube ich, dass wenn die Mitarbeitenden entlastet werden und nicht mehr repetitive Aufgaben immer wieder machen müssen weil irgendwie ne RPR oder ne KI nis abnimmt, dann ist das toll.

00:36:13: Dann ist das schon mal ganz gut!

00:36:15: Ich glaube, das ist jetzt vielleicht zu groß gedacht.

00:36:17: Aber ich meine schön wäre es ja auch wenn die Themen, die du jetzt eben angesprochen hat, dass wir uns vielleicht auch mal überlegen wie eigentlich eine Ökonomie aussehen kann und der Menschen glücklich sind und durch Technologien entlastet werden.

00:36:30: ne vier Tage Woche sinnvoll wird also nicht eins kurz an der Stelle noch einschieben darf.

00:36:35: Ich fand letztens ganz interessant habe ich einer Creatorin gehört, die darüber gesprochen hat Die meinte, um ehrlich zu sein.

00:36:43: Meine Kollegen, die ü-fünfzig, ü-sechzig sind, können zum Teil überhaupt nicht mit Excel umgehen.

00:36:48: Brauchen zwei Wochen, um Auswertungen irgendwie manuell in eine Präsentation zu bringen und ich brauche halt zwei Sekunden dafür, weil ich die richtigen Clicks kenne und Pivot Tables auf den Tisch bringen kann.

00:37:00: Und dann wird uns gesagt wir sind so faul als jüngere Generationen.

00:37:04: Na ja ist vielleicht auch einfach die Frage ob man ein bisschen effizienter arbeitet.

00:37:08: die Zeit, die in einer Stelle verbracht wird vielleicht quasi das Arbeitskontinent auch schneller.

00:37:12: Vielleicht ist es eine Möglichkeit sich irgendwann zu überlegen gut wenn wir alle technologisch so aufrüsten können dass sie auch gut mit ihren Arbeitsmitteln umgehen können, dass Sie die gleiche Effizienz vielleicht an den Tag bringen und dann aber trotzdem einen Tag zum Beispiel mehr in der Woche frei haben für Ihr eigenes Interesse

00:37:30: Thorsten aus netzbacher Sicht und natürlich mit der Perspektive des IT-Superprofis sozusagen.

00:37:38: Also, Blessing or Curse.

00:37:40: Wird es uns helfen oder schaden?

00:37:42: Und du darfst mir auch gern widersprechen!

00:37:43: Ich bin sehr gespannt.

00:37:45: Also ich würde es mal als erstes nicht auf die Gemeinde oder die Stadt Frankfurt beziehen sondern ich glaube Harari hat geschrieben dass die Komplexität sozialer Strukturen in ihrer Verwaltungsbeherrschbarkeit hochgradig abhängig von den Kommunikationsmitteln ist.

00:38:04: und damit ist erstmal Digitalisierung eine richtig coole Voraussetzung für sowas wie Weltgemeinschaft, also dass man so etwas überhaupt mal denken könnte.

00:38:14: Davon sind wir heute in der Realität an vielen Stellen ganz weit entfernt ist mir schon klar.

00:38:18: aber insofern sage ich das ist erstmal die Chance.

00:38:21: und was wir jetzt schaffen müssen ist tatsächlich einerseits diese Effizienz zu schaffen.

00:38:27: und du hast dann über weniger Arbeitszeit gesprochen.

00:38:31: Ich glaube was direkt Einher geht mit diesen Effizienzfragen, die ja dann ökonomisch sind.

00:38:38: Sind dann eben auch Verteilungsfragen und insofern ist dann Kommunikation, Verteidung und Arbeitsverteilung ein Ding was nicht auseinander zu dividieren ist.

00:38:48: Und das gilt im Dorf, das gilt in einer Stadt Das gilt zwischen Regionen, dass gilt zwischen Kontinenten und da haben wir noch einen großen kulturellen Change vor uns.

00:39:01: Das ist eine neue Definition von Wettbewerb.

00:39:03: Und ich glaube, da ist Digitalisierung der Schlüssel das Denken und Handeln zu können.

00:39:09: Und dass es aber auch ne politische Aufgabe da die Rahmen so zu schaffen, dass es konzeptiv wird.

00:39:14: Außer und mich interessant eben, dass du von einem kulturellen Change bist und nicht von dem technologischen.

00:39:24: Genau!

00:39:24: Der ist eben da... Also das war eine spannende Runde, finde ich.

00:39:28: Und ich denke wir müssen noch eins machen.

00:39:30: Eileen

00:39:33: Das würde mein Hund dazu sagen.

00:39:45: Hat sie wenn sie das gehört hat Sehnsucht nach Netzbach?

00:39:49: Ich glaube schon.

00:39:50: Ich glaube bei euch ist deutlich grüner.

00:39:51: Also Frankfurt ist ja schon ne

00:39:53: grüne Stadt.

00:39:55: Wir kommen mal vorbei.

00:39:56: Vielleicht wirklich mal gerne.

00:39:58: Wann sind eure Gemeinderatssitz und kann ich da mal reinschauen?

00:40:00: Ja klar

00:40:01: Ende September haben wir die nächste.

00:40:03: Ich bringe vielleicht die Praktikantin nicht mit, aber ich komme gerne vorbei.

00:40:07: und was ich gerade eben gedacht hatte ... meine Hündin ist eine Praktikanerin... ich hätte sie ja auch niemals gefunden wenn es Menschen im Tierschutz gegeben hätte, die sich ehrenamtlich Um Sie, um Ihre Mutter hat hier zum Beispiel gekümmert hätten.

00:40:21: Sie war ja so ein quasi Unfallwurf und hätte niemand da irgendwie vermittelt und ihre Mutter damals zu Menschen gegeben die auf sie aufgepasst hatten, die dann ehrenamtlich sich darum gekümpft hat diese Welpen zu vermitteln, denn hätt ich ... Dann hätten wir keine Praktikanten im Büro?

00:40:36: Noch ein nächstes Best Practice Beispiel für Ehrenamt und die Einladung an alle Leute macht was.

00:40:44: Hört auf zu scrollen und fängt an!

00:40:46: Ich kann

00:40:47: auch beides machen.

00:40:48: Man kann ein

00:40:48: bisschen scrollen.

00:40:49: Eine halbe Stunde weniger scrollen ist ganz gut,

00:40:51: auf jeden Fall.

00:40:52: Es gibt auf jeden fall Erfüllung.

00:40:54: Erfüllungen?

00:40:54: Richtig ja!

00:40:55: Also

00:40:55: ehrenamt und nicht scrollend.

00:40:58: Vielen herzlichen Dank für den Besuch Thorsten.

00:40:59: Das war mir ein großer Spaß.

00:41:00: Hat viel Freude.

00:41:04: Vielen dank dir.

00:41:04: Danke Aline.

00:41:07: Das War Fax Me if you can.

00:41:09: Wir freuen uns über Likes, Abos Feedback Themen.

00:41:16: Bei Instagram findet ihr uns hier Das Dezernat fünf.

00:41:24: Next stop in zwei Wochen!

Über diesen Podcast

Eileen O´Sullivan ist Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales in Frankfurt am Main. In dieser Rolle beschäftigt sie sich damit die Kommunikation zwischen Bevölkerung, Verwaltung und politischen Entscheidungsträger:innen zu vereinfachen, Verwaltungsdienstleistungen zugänglicher zu gestalten und die Beteiligung an städtischen Entscheidungsprozessen zu stärken. Die digitale Transformation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Digitale Lösungen können den urbanen Raum für Menschen, Natur, Wirtschaft und Kultur optimieren und neue Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung schaffen. In "Fax me if you can" nimmt Eileen die Hörer:innen mit auf eine Transformationsreise - in Frankfurt und darüber hinaus.

von und mit Dezernat V – Stadt Frankfurt am Main

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